Parivrtta Trikonasana einmal anders: Warum das Anheben des hinteren Fußes deine Hüfte wirklich bewegt

Parivrtta Trikonasana – das gedrehte Dreieck – gehört zu den klassischen Standhaltungen im Yoga. In vielen Stunden wird es als kraftvolle Haltung zur Dehnung der Beinrückseiten und zur Mobilisierung der Wirbelsäule angeleitet. Meist wird dabei das hintere Bein aktiv gestreckt, der Fuß leicht ausgedreht sowie fest geerdet.

Doch was wäre, wenn genau diese Ausrichtung deine Beweglichkeit eher begrenzt, statt sie zu fördern? In diesem Artikel zeige ich dir eine alternative Variante der Haltung, in der du den hinteren Fuß anhebst – und dadurch gezielt die Einwärtsrotation/Innenrotation im Becken trainierst. Eine Variante, die biomechanisch oft sinnvoller ist als die klassische Ausführung.

Warum wir in der klassischen Variante oft in eine Ausweichbewegung gehen

Im herkömmlichen Parivrtta Trikonasana wird der hintere Fuß leicht nach außen gedreht und gleichzeitig das Becken leicht geöffnet. Diese Drehung bringt automatisch eine Auswärtsrotation/Außenrotation in das hintere Bein – und damit auch in das Becken. Das sieht oft ästhetisch „stimmig“ aus, hilft allerdings selten dabei, eine echte Rotation aus der Körpermitte aufzubauen.

Die meisten Menschen, besonders langjährige Yogapraktizierende, bringen ohnehin schon viel Auswärtsrotation mit aufgrund von sehr vielen Asanas, die diese Bewegung im Becken fördern. Was fast allen Yogis (und generell Erwachsenen) fehlt, ist die Fähigkeit zur Innenrotation. Diese wird jedoch kaum trainiert – schon gar nicht im klassischen Yoga.
Wenn du ganz einfach, während du entspannst, deine Fähigkeit zur Innenrotation verbessern möchtest, schaue dir das folgende Video an:

Parivṛtta Trikoṇāsana sicher ausführen: stabil im gedrehten Dreieck stehenVollständige Stunde in der Bibliothek ansehen →


Für wen ist diese Variante sinnvoll?

Diese Haltung eignet sich besonders für:

  • Menschen, die oft mit Rückenschmerzen oder ISG-Beschwerden kämpfen
  • Yogis, die ihren Körper funktioneller verstehen und bewegen möchten
  • Alle, die an ihrer Rotationsfähigkeit arbeiten möchten – vor allem im Becken und in der Brustwirbelsäule

Fazit: Weniger ist mehr – und oft gesünder

Parivrtta Trikonasana mit angehobenem hinterem Fuß und “gedrehtem” Becken mag ungewohnt wirken – aber genau deshalb ist diese Asana-Variation so wertvoll. Sie bringt dich raus aus alten Bewegungsmustern und hinein in neue Bewegungsmöglichkeiten.

Die bewusste Arbeit an der Innenrotation ist ein Schlüssel für mehr Stabilität, mehr Beweglichkeit – und weniger Kompensation. Eine Einladung, tiefer zu spüren, statt nur „tiefer zu kommen“ und deinem gesamten Körper etwas Gutes zu tun.

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